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ANKER: Individuelle Arbeitsplatzgestaltung für eine nachhaltige Rückkehr ins Berufsleben nach Krebs: Evidenzbasierte Präventionsansätze

Forschungsprojekt

Immer mehr Menschen in Deutschland erkranken an Krebs. Dank besserer Früherkennung und moderner Behandlungsmethoden überleben heute viele Betroffene. Ein großer Teil von ihnen ist im erwerbsfähigen Alter, sodass die Rückkehr in den Beruf ein wichtiges Thema ist – für die Gesellschaft und für die Betroffenen selbst. Arbeit kann helfen, wieder in den Alltag zurückzufinden, soziale Kontakte zu pflegen und damit die Lebensqualität zu verbessern. Gleichzeitig stehen viele nach einer Erkrankung vor körperlichen oder organisatorischen Herausforderungen. Ohne eine gezielte Unterstützung besteht die Gefahr, dass der Wiedereinstieg in den Beruf nicht gelingt.

© iStock | A&J Fotos

Projektübersicht

Handlungsfeld:

Präventive Erwerbsverlaufsgestaltung unter Berücksichtigung der Vulnerabilität verschiedener Personengruppen und der Vielfalt der Erwerbsbevölkerung

Förderformat:

Forschungsprojekt

Fördersumme:

278.980 €

Laufzeit:

01.07.2026 bis 30.06.2029

Projektleitung:

Frau Prof. Dr. Tanja Bipp

Institution:

Universität Heidelberg, Psychologisches Institut, Arbeitseinheit Arbeits- und Organisationspsychologie

Vorhabensbeschreibung:

Ziel des Projekts ist es zu untersuchen, wie Menschen nach einer Krebserkrankung bei der Rückkehr in den Beruf durch eine individuell angepasste Gestaltung ihres Arbeitsplatzes besser unterstützt werden können. Einerseits sollen Betroffene dabei unterstützt werden ihren Arbeitsplatz selbst so anzupassen, dass er zu ihren persönlichen Bedürfnissen passt und sie langfristig gesund und erfolgreich arbeiten können. Andererseits sollen weitere Personen im Arbeitsumfeld (z.B. Führungskräfte) befähigt werden, den Wiedereinstieg von Mitarbeitenden durch passende Arbeitsbedingungen und Unterstützung zu erleichtern.

Das Projekt stützt sich auf arbeitspsychologische Erkenntnisse und stellt die einzelnen Beschäftigten mit ihren individuellen, sich verändernden Bedürfnissen in den Mittelpunkt. Dafür werden bewährte Ansätze zur Arbeitsplatzgestaltung, wie zum Beispiel das sogenannte Job Crafting, an die Situation nach einer Krebserkrankung angepasst. Neben einer systematischen Auswertung der bisherigen Forschung werden in mehreren empirischen Studien konkrete Maßnahmen entwickelt und geprüft, um die Rückkehr von Betroffenen in den Beruf wirksam zu unterstützen.